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Bergfest bei „Sannerz integriert“ im Jugendhilfezentrum Don Bosco

Veröffentlicht am: 07. März 2018

Ein großer Meilenstein steht vor Awet, Teklit, Fishaye, Abdullah, Kassim und Johannes in ihrer Ausbildung zum Schreiner: die Zwischenprüfung. Die sechs jungen Männer sind ziemlich aufgeregt und sprechen fast täglich von nichts anderem. Dabei haben sie mit Rolf Weber, Achim Kreß, Michael Blum und Christian Kohl vier erfahrene Ausbilder an der Seite, die nicht müde werden, ihnen alle Arbeitsvorgänge und mögliche Prüfungsanforderungen zu erklären und Anleitung zu geben. „Die Jungs sind weiterhin total motiviert und geben alles, abends sind sie oft geschlaucht“, erzählt Rolf Weber, Werkstattleiter im Holzbereich und einer der Initiatoren des Projekts. „In der Praxis passt das, hier werden sie gut abschneiden“, äußert Achim Kreß zuversichtlich, „der Haken ist die Theorie“.

Zwischenprüfung gibt gute Anhaltspunkte

Dabei fruchtet der intensive Deutschunterricht deutlich. „Der Sprachschatz hat sich enorm verbessert“, so Frau Hofacker, die über die assistierte Ausbildung (Maßnahme der Agentur für Arbeit) einmal pro Woche die Jugendlichen beschult. Schwierig ist vor allem die Fachtheorie, Begrifflichkeiten, die nur schwer zu übersetzen sind oder auch Arbeitsaufträge mit Spezialausdrücken aus dem Schreinermetier, die es zu verstehen und umzusetzen gilt. Regina Kriegsmann, Erziehungsleiterin in Don Bosco, zeigt vollstes Verständnis: „Da habe ich auch Probleme und ich bin Deutsche. Außerdem haben wir ja erst Halbzeit und die Zwischenprüfung gibt uns und den Jungs gute Anhaltspunkte, was wir nacharbeiten und verstärken müssen.“

"Wir sind aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen."

Die sechs jungen Geflüchteten aus Eritrea, Afghanistan und Somalia wurden im August 2017 auf Eigeninitiative des Jugendhilfezentrums Don Bosco in Ausbildung genommen. „Wenn die jungen Leute hier keine Aufgabe und Ausbildung erhalten, vergeuden sie ihre Lebenszeit und verlieren ihre Hoffnung auf die Zukunft,“ so P. Christian Vahlhaus, damaliger Einrichtungsleiter, „wir sind aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen“. Mit dem Projekt „Sannerz integriert“ trafen die Verantwortlichen damals den Nerv vieler Menschen, die den jungen Menschen bei uns eine Perspektive bieten wollten. Eine Vielzahl von Einzelspenden, Zuwendungen von Stiftern oder auch der Erlös der Ostereieraktion der Kolpingjugend im Bistum Fulda machen die Umsetzung des Projekts möglich.

Daumen drücken für eine gute Zwischenprüfung

Nachdem positiven Start mit den sechs Schreinern, konnten mit „Sannerz integriert 2“ im August 2017 zwei junge Männer in der Werkstatt Farbe und einer in der Metallwerkstatt in die Ausbildung starten. „Die Jungs machen Spaß, sind dankbar für die Chance, die sie bekommen, und sind entsprechend ehrgeizig“, resümiert Heiko Schreiber, Leiter der Beruflichen Bildung. Auf jeden Fall drücken alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Awet, Teklit, Fishaye, Abdullah, Kassim und Johannes die Daumen, dass die Zwischenprüfung möglichst gut gelingt und das Ergebnis sie nicht entmutigt oder demotiviert. „Wir haben noch eineinhalb Jahre vor uns, und geben alles, dass die Jungs zum Abschluss kommen. Und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, finden wir auch eine Lösung“, ist sich Michael Blum sicher.

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Im Rahmen der Kiebitz-Gala der Kinzigtal Nachrichten war das Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz nominiert in der Kategorie "Innovative soziale Einrichtung". Besonders engagierte Personen und Vereine aus dem Bergwinkel sowie Einrichtungen aus dem sozialen Bereich wurden dabei ausgezeichnet und durften sich präsentieren. Hier das kurze Video aus Sannerz.

Der heilige Johannes Bosco
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Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und pastoralen Tätigkeit. Dabei hat Don Bosco, selbst aus einer ärmlichen Familie stammend, mit seiner „Pädagogik der Vorsorge“ besonders die benachteiligten und ausgegrenzten jungen Menschen im Blick.

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